Derselbe Himmel

Als 17 jähriger schaut Arnd von West Berlin aus auf den Fernsehturm.
Mauer, Zäune und Stacheldraht trennen die Welt.

Auf der anderen Seite steht Dieter und sehnt sich in die freie Welt des Westens.

Zwei Menschen in zwei deutschen Staaten erleben, wie der Wind sich dreht.
Sie werden Zeuge des größten Moments der deutschen Geschichte.

Es wächst zusammen, was zusammen gehört,
denn wir leben alle unter demselben Himmel.

Erhältlich ist unser Song auf allen bekannten Musikplattformen

Länge: 7:02 min
Arnd: Gesang, Gitarre, Bass, Klangfrosch, Maultrommel
Dieter: Gesang, Gitarre, Cister, Cajon, Schellenkranz, Pfeiffen, Geschrei
Hans-Dietrich: 13 Worte

Liedtext

Vers 1.1
Ich hab‘ den Fernsehturm geseh‘n, er ist weiter weg, als Amerika.
Die Mauer kann ich nicht umgeh‘n, sie ist für mich eben schon immer da.
Wir sind ein Volk, wir steh‘n uns nah, doch können wir nicht beieinander sein.
Im Westen scheint die Welt so groß, ich stehe hier und fühl mich klein.

Vers 1.2
Zum greifen nah, da ist der Zaun, doch drüber reichen kann ich nicht.
Kann hören was euch dort bewegt, ich hör Musik doch hat sie kein Gesicht.
Ihr seid der Klassenfeind, sagt man, zu euch hinüber kann man gar nicht gehen,
Im Osten geht die Sonne auf, doch hier, da kann man sie nicht sehn.

Chorus
Dieselbe Sonne tut uns gut, derselbe Regen macht dieselbe Flut.
Dieselbe Erde hält uns aus, derselbe Mond der steht im siebten Haus,
Derselbe Traum fliegt durch die Nacht, derselbe Himmel hält die Wacht.

Vers 2.1
Ich halt die Nase in den Wind, es kommt mir vor, dass er die Richtung dreht.
Mutige Menschen stehen auf, sie zeigen uns, wo jetzt ihr Weg langgeht.
Wir werden wach, sie sind es schon, sind tapfer, nehmen es in ihre Hand.
Die Freiheit, keine Illusion, sie sprühen es laut an jede Wand.

Vers 2.2
Kaum kann ich glauben, was passiert, wir stehen zusammen, niemand ist allein.
Die Angst von gestern ist vorbei, die Freiheit ruft, sie kriegen uns nicht klein.
Wir werden täglich immer mehr, wir gehen, der neue Weg nimmt seinen Lauf.
Das Kartenhaus stützt endlich ein, sie sind geschlagen, geben auf.

Bridge
Wir sind heute zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass Ihre Ausreise…

Chorus
Dieselbe Sonne tut uns gut, derselbe Regen macht dieselbe Flut.
Dieselbe Erde hält uns aus, derselbe Mond der steht im siebten Haus,
Derselbe Traum fliegt durch die Nacht, derselbe Himmel hält die Wacht.

Vers 3
Zusammen gehen wir jetzt den Weg, der Zaun ist weg, die Mauer gibt’s nicht mehr.
Zusammen tragen wir die Last, auf vielen Schultern ist das gar nicht schwer.
Geteilt ist alt, vereint ist neu, es wächst zusammen, was zusammen soll.
Doch bleibt uns Arbeit nicht erspart, nur so kann’s geh‘n, so wird es toll.

Vers 4
Das alles ist schon lange her, vergessen aber darf man’s nicht.
Blau kommt der Blender heut daher, doch braun im Geiste zeigt sich sein Gesicht.
Es tobt der Hass, es wird gehetzt, das falsche Feuer wird bewusst geschürt.
Wir pusten jetzt das Feuer aus, die Luft wird klar, Freiheit regiert.

Chorus
Dieselbe Sonne tut uns gut, derselbe Regen macht dieselbe Flut.
Dieselbe Erde hält uns aus, derselbe Mond der steht im siebten Haus,
Derselbe Traum fliegt durch die Nacht, derselbe Himmel hält die Wacht.

Ende
Ich hab‘ den Fernsehturm geseh‘n, ich habe‘ mich angestellt und konnte ihn begeh’n.